Kurioses
"Glauben Sie mir, ein Mann, den man kommandieren kann, ist ein guter Fang!" - Dynastische Hochzeitspolitik
Nach dem Kaiserhof in Wien gehörte der Hof in München im 17. und 18. Jahrhundert zu den größten im Alten Reich.
Ein Rundgang durch die Residenz spürt der Frage nach, auf welche spätere Rolle die bayerischen Prinzessinnen in Erziehung und Ausbildung vorbereitet wurden: Eine dynastisch günstige Hochzeit besaß politische Dimension!
Töchter waren das Bindeglied im Netzwerk fürstlicher Familien und zentrales Medium für die Außenpolitik. Das wichtige Machtinstrument der Hochzeit wurde daher sorgfältig vorbereitet und mit jahrelangen Verhandlungen begleitet. Beispiele zeigen, ob und inwiefern die Wittelsbacher Prinzessinnen die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen konnten.
Sprachen:
Schlachthofviertel, ahoi
Ahoi ist ein Gruß in der Schifffahrt, aber auch eine Begrüßung in Hamburg, Tschechien, der Slowakei und in anderer teilweise verkürzter Form auch in Holland, der deutschsprachigen Schweiz und weiteren Ländern. Auch in München taucht dieser Gruß schon nach und nach auf. Zu unserer Führung im Schlachthofviertel passt der Gruß gleich aus zwei Gründen: Ahoi Volkstheater und ahoi Alte Utting, die seit 2017 als ehemaliger Ausflugsdampfer auf dem Ammersee nun auf einem aufgelassenen Bahngleis angelegt hat. Noch ist der Wandel im Schlachthofviertel zum Glück nicht „auf voller Fahrt voraus“ und doch gibt es Neues und sich ständig Veränderndes zu entdecken.
Sprachen:
„Englischer Garten mal anders“ - auf Baumpfaden zu Naturdenkmälern
Kennen Sie die Gleditschie, die Kaukasische Flügelnuss, den Japanischen Schnurbaum oder den Tulpenbaum? Finden Sie die Entenvolierenwiese, den Entenvolierenbach und den Oberstjägermeisterbach? Nein! Dann lohnt sich dieser Rundgang auf jeden Fall für Sie. Wir starten in der großen Welt (der Kunst), verlaufen uns nicht im Dschungel Münchens und geraten am Ende nach China. Eine Reise in die weite Welt der Bäume.
Sprachen:
Fremdländische Einflüsse:
Türken- und Chinamode des 18. Jahrhunderts
Die Gefühle der Europäer gegenüber den Osmanen schwankten zwischen panischer Angst vor der militärischen Macht und bewundernder Verehrung. Gleichzeitig gehörten Verkleidungsdivertissements „à la turcque“ zu den Höhepunkten im höfischen Festalltag. Auch Kunstgegenstände aus dem noch ferneren China avancierten zu begehrenswerten Luxusobjekten, die gesammelt und von heimischen Künstlern imitiert wurden. Mit dieser Leidenschaft befasst sich unser Rundgang, der Sie in das Marstallmuseum, die Porzellansammlung und in die Amalienburg führt.